Bei Mittvierzigern nennen wir es "Midlife-Crisis", bei Mittzwanzigern sprechen wir von "Quarterlife Crisis" und eigentlich meinen wir damit häufig Krisen, die bei jedem individuell betrachtet werden sollten.
Häufig haben wir schon viele Ratschläge gehört und haben das Gefühl, doch eigentlich ganz genau zu wissen, was wir tun müssten. Externe Ratschläge lösen aber unsere Probleme nicht nachhaltig. Was wir brauchen ist Selbsterkenntnis und ein Befreien der Muster dahinter. Erst wenn wir diese Muster auflösen können und erkennen, wozu unser Verhalten bisher wichtig war, kann wirkliche Veränderung für eine erfüllte Zukunft geschehen.
Hierfür beachte vor allem die Hinweise am Ende des Artikels.

Hier sind fünf Tipps für Dich, wie Du Deine (Sinn)krisen bewältigen kannst:
1. Ermittle deine Werte und stelle dir die Frage - Was ist wirklich wichtig?
Nimm dir Zeit, um über Deine Werte, Interessen und Ziele nachzudenken. Frage Dich, was Dir wirklich wichtig ist und was Du im Leben erreichen willst. Helfen können dir dabei Tests zur Werteermittlung aus dem Internet oder ein Coach, der dir hilft, deine wahren Werte ohne all die Gedankenblockaden zu finden.
Eine klare Vorstellung von Deinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen kann helfen, eine Richtung zu finden und Entscheidungen zu treffen, die wirklich zu Dir passen und dich nachhaltig erfüllen. Gerade wenn du dir dabei sehr unsicher bist, kann ein Coaching dir helfen, Sicherheit und Vertrauen zu finden. Das führt dazu, dass du deine wahren Werte findest und diesen ohne schlechtes Gewissen und Zweifel treu bleiben kannst.
Bei mir selbst war es übrigens so, dass ich mehrere Male schon solche Tests gemacht hatte und im Coaching feststellen musste, dass ich ohne all die Gedankenfallen ganz andere intrinsische Werte habe. Das war einer der Gründe, warum ich nicht voran kam. Das war einer der Gründe, warum ich bis dato nicht MEIN Leben lebte. Vielleicht findest du dich wieder, vielleicht geht es bei dir aber auch über einen Test.

2. Experimentiere:
Probiere neue Dinge aus und erweitere Deinen Horizont. Sei offen für neue Erfahrungen und lasse Dich von verschiedenen Bereichen inspirieren. Dies kann helfen, Deine Leidenschaften zu entdecken und neue Wege zu finden, um Deine Talente einzusetzen. Überprüfe schon jetzt: Gibt es Gedanken, die dich daran hindern dich auszuprobieren? Dann hinterfrage diese.
Denn je mehr du erfährst, wer du nicht bist, desto mehr hast du die Chance zu erfahren, wer du sein willst. Nutze die Kraft von #Scheiternistgeil

3. Netzwerken:
Knüpfe Kontakte zu Menschen, die ähnliche Interessen haben oder bereits in Bereichen tätig sind, die dich interessieren. Austausch und Zusammenarbeit mit anderen können neue Perspektiven bieten und helfen, die eigenen Fähigkeiten und Ziele besser zu verstehen. Außerdem kann es passieren, dass du bisherige Ziele dadurch aus einem anderen Blickwinkel betrachtest.

4. Setze Dir realistische Ziele:
Nimm Dir kleine, erreichbare Ziele vor, die Du Schritt für Schritt erreichen kannst. Nutze hierfür am Besten die S.M.A.R.T.-Methode. Denn kleine Ziele zu erreichen löst Gefühle, wie Freude und Erfüllung aus.
Bedenke, dass es bei jedem Ziel folgenden Ablauf gibt: Neugier, Ernüchterung, Durchhalten/Anstrengung, Erfolg. Hast du ein Ziel abgeschlossen, so feiere deinen Erfolg. Nur so bleibst du am Ball.
Wenn du nicht weißt, was überhaupt dein Ziel sein soll oder du diesen Zielen eher hinterher hetzt, ist genau das dein erstes großes Ziel. Dahin führen dich ganz kleinschrittige Ziele wie "Ich schreibe mir eine Liste mit allen Dingen, die mir wirklich Spaß machen" oder "Ich ermittle morgen meine Werte" oder "Ich buche bis Ende des Monats einen Termin für eine Beratung, ein Coaching, o.Ä.".
Denke daran, dass es in Ordnung ist, wenn sich Ziele durch Erfahrungen im Laufe der Zeit ändern. Sorge dafür, dass du flexibel sein kannst und passe deine Pläne an, wenn nötig. Das Motto "Loslassen, was dir nicht mehr dienlich ist", kann dir dabei ein Wegweiser sein.

5. Selbstfürsorge:
Vergiss nicht, auf dich selbst aufzupassen. Nimm Dir Zeit für Entspannung, Hobbys und Aktivitäten, die dir wirklich Freude bereiten. Frage dich, was dir wirklich Energie gibt und nutze diese Erkenntnisse für deinen ganz persönlichen Energiecocktail. Achte auf Deine körperliche und mentale Gesundheit. Achte hier nicht darauf, was anderen gut tut, sondern was DIR gut tut.
An diesem Punkt fühlte ich mich übrigens immer wie "anders". Während andere ihre Energie aus vielen Treffen und Feiern mit Freunden/Kollegen zogen, schlauchen mich zu viele private Treffen mit vielen Personen, weil sie weder meinen Werten, noch meinem Naturell entsprechen. In mitten meiner Krisen bemerkte ich, dass ich für das Gewinnen von Energie am liebsten alleine, zu zweit, mit einem kleinen Freundeskreis stundenlang in der Natur bin. Durch Glaubenssatzarbeit lernte ich, bei Terminen meine Grenzen zu setzen.

Halten wir fest:
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Kommentare
Liebe Corinna,ich finde deinen Blog wunderbar und glaube, dass du damit genau den Puls der Zeit triffst. Aus eigener Erfahrung weiß ich wie schwer es ist seinen Weg zu finden und zu gehen....
Ich wünsche dir viel Erfolg.
Marion Z.